Unsere SoLaWi im Februar

Alle Mutterschafe haben inzwischen ihre Lämmer bekommen, so dass nun insgesamt 22 fröhliche Lämmer über die Wiese springen.

Kinder und Lämmer laufen über eine Wiese
Foto: Lea Nagel

Nachdem die Schafe nochmal genau unter die Lupe genommen und ihre Klauen geschnitten wurden, fuhren wir sie in mehreren Touren mit dem Anhänger nach Eitzum zur Obstwiese. Hier gibt es einen Unterstand und viel Platz – aber leider kaum frisches Grün, da die letzten zwei trockenen Jahre der Wiese sehr zugesetzt haben.

Das Gewächshaus, das die Schafe im Winter warm gehalten hat, ist jetzt leer und der Boden muss schnell für das Gemüse vorbereitet werden. Erst einmal wurde ausgemistet und der Mist als Kompost angesetzt. Dann wurde die Erde mit einem speziellen Gerät („Broadfork“) tiefengelockert. Nach dem Konzept des „Market Gardening“ wird hier außer dem Fräsen mit der Einachsfräse alles per Hand gemacht.

Ein Mann bearbeitet den Boden im Gewächshaus
Uwe bearbeitet das ganze Gewächshaus. Foto: Lea Nagel

Da die Beete bis zur Pflanzung der Paprika wieder frei sein müssen, säten und pflanzten wir sofort schnell wachsendes Grün: Kresse, Stielmus, Gartenrauke, Rucola , Petersilie, Asia-Salate und ganz viel Feldsalat.
Im anderen Gewächshaus wurde ebenfalls fleißig gepflanzt: Salate, Kohlrabi, Fenchel, Lauchzwiebeln, Hirschhornwegerich und nochmals Petersilie.
Im dritten Gewächshaus wächst es weiterhin viel zu schnell. Der „Winter“ war einfach zu warm, so dass den ganzen Tag gelüftet wird, damit das Wachstum von Endiviensalat und Mangold bis April noch etwas stagniert.

Die Jungpflanzenanzucht ist nun auch in vollem Gange; jede kleine Pflanze wird in die Hand genommen und in „Quick-Pots“ gesetzt.

Eine Platte mit Näpfchen, die mit Erde gefüllt sind. Darauf liegen ein paar Sämlinge, bereit zum Einpflanzen in diese "Quickpots"
Foto: Lea Nagel

Auf den Feldern ist es zu nass, so dass wir sie noch nicht bearbeiten konnten. Aber daneben gibt es jede Menge anderes zu tun. Zum Beispiel haben wir Ansitzstangen für Greifvögel als natürliche Gegenspieler der Mäuse auf die Felder gesetzt, wo der Hühnerwagen nicht stehen wird (denn Greifvögel und Hühner vertragen sich nicht …). Der Hühnerwagen wurde gerade für die neuen Hühner vorbereitet, die Anfang März einziehen werden; unter anderem haben wir noch mehr Legenester gebaut. Zum Schluss wurde er mit dem Trecker an die richtige Stelle positioniert.

Lea hat die Zeit auch genutzt, um mit unserem zukünftigen Arbeitspferd, der geduldigen Norwegerstute Loni, das Anschirren zu proben und erste Erfahrungen mit dem Ortscheid (Eisenstange mit entsprechenden Ösen zum Ziehen der Last) zu machen. Hiermit konnten die ersten engen Wendungen auf dem Sandplatz ohne Last geübt werden.

Lea mit Loni auf dem Sandplatz. Foto: Lea Nagel