Unsere SoLaWi im November und Dezember

Dieses Jahr wurde der Rosenkohl besonders schön und groß! Wir hatten einiges zu ernten – und taten dies meist mit der Astschere, um so erheblich Zeit zu sparen. Allerdings nimmt er auf diese Weise leider viel Platz im Auto ein, so dass wir bei der letzten Lieferung dann doch die Röschen vom Stängel lösten, um alles unterzubekommen.

Foto: SoLaWi Dahlum

November und Dezember waren durchmischt von sonnigen und sehr grauen Tagen. Doch der Matsch begleitet uns in dieser Jahreszeit immer und man kommt mit den schweren, von Erde „umarmten“ Stiefeln nur schlecht voran. Auch auf die Pferdearbeit auf dem Acker wirkt sich das aus: Einmal konnten wir noch mit der Scheibenegge auf das Feld – danach wurde es zu nass. Nun müssen wir  damit auf das Frühjahr warten.

Foto: SoLaWi Dahlum

 

 

Frostharter Porree für das Frühjahr bleibt über den Winter stehen.

 

 

 

Foto: SoLaWi Dahlum

 

 

Der Grünkohl ist sehr gut gewachsen – auch hier hohe Erntemengen! Er wurde im Sommer direkt in den Mulch gepflanzt – das Ergebnis kann sich sehen lassen.

 

Während die Ernte dem Ende entgegengeht, hat die Aussaat für das nächste Jahr schon wieder begonnen.
Neben den neu gepflanzten Erdbeeren wurde Knoblauch gesteckt. Hier wagten wir einen Versuch, diesen direkt nach der Pflanzung mit Mulch zu bedecken. Er sollte dann ganz leicht die Mulchschicht durchbrechen – und siehe da: Er keimt schon unter dem Mulch. Dieses Vorgehen wird uns im nächsten Jahr hoffentlich sehr viel Arbeitsersparnis bringen.

Poreesamen mit kuscheliger Decke. (Foto SoLaWi Dahlum)

Auch bei der Porreeaussaat im Gewächshaus haben wir einen kleinen Trick zur besseren Entwicklung: etwas Schafwolle in die Aussaatschale mit eingebracht – und schon hat man einen biologischen Langzeitdünger!

In den Gewächshäusern wurden die Beete mit Winterroggen begrünt. Da es dort oft noch wärmer ist als draußen, keimt und wächst er hier besonders gut.

Ein Gewächshaus wurde für die Mutterschafe vorbereitet und darin ein Gehege aufgebaut. Nach Weihnachten zogen die Schafe ein und wir stellen uns allmählich auf die Lammzeit ein, die diesmal Ende Februar beginnt.

Foto: SoLaWi Dahlum

Die Weidestandorte der Schafe wechselten innerhalb der letzten zwei Monate mehrmals, damit sie nochmal ordentlich fressen konnten, bevor sie komplett auf Heu umgestellt wurden.

 

Wer weidet hier auf der Schafkoppel noch? Es sind Scharen von Silber- und Graureihern, die sich bei den Schafen anscheinend sehr wohl fühlen. (Foto: SoLaWi Dahlum)
Loni (rechts) und Lone (links). (Foto: SoLaWi Dahlum)

Unser Arbeitspferd Loni ist aus dem „Bildungsurlaub“ zurück und hat ihre neue Gefährtin Lone mitgebracht (der Name ist purer Zufall!). Sie wurden gleich am Tag der Ankunft vor die neu aufgebaute Kutsche gespannt. Es ging eine Runde zum Elm hoch und danach luden wir Heu und brachten es zum Stall.

Es war ein tolles, ertragreiches und aufregendes Jahr. Leider kamen einige unvorhergesehene Ereignisse auf uns zu, was uns so manches Mal an unsere Grenzen und darüber hinaus brachte: der Tod unseres Arbeitspferdes Gismo, ständige Reparaturen an Trecker und Lieferauto, häufiger Wechsel im Team. Auch die Jahreshauptvollversammlung lief in diesem Jahr etwas anders ab: Wir trauten uns, diese online zu gestalten.

Online-Mitgliederversammlung mit Lea und Uwe. (Foto: SoLaWi Dahlum)

All diese Herausforderungen wurde bewältigt und gelöst, und nun blicken wir weiterhin mit Zuversicht in die Zukunft, denn:

„Zuversicht ist die Gewissheit, dass sich alles erneuern kann.“
(Hanna Schnyders)