Unsere SoLaWi im September

Der Tag der großen Kartoffelernte war von grauen Wolken am Himmel gezeichnet, welche mit einem Sturzregen zu einer kurzen Pause zwangen. Zum Glück waren genug Planen zum Abdecken der Kartoffeln bereit, so dass es nach der Unterbrechung gleich weitergehen konnte.

Foto: SoLaWi Dahlum

Der Großteil wurde an diesem Tag gerodet, der Rest in der Woche danach; nun lagert alles im Keller in Säcken.
Insgesamt war es in diesem Jahr eine gute Ernte – die Menge ist in Ordnung, doch es gab viele kleine Kartoffeln, die der Roder dann nicht erwischt hat. Der Kartoffelkäfer hat leider ganze Arbeit geleistet und die Krautfäule durch das kühle und doch feuchte Jahr etwas früher zugeschlagen, so dass sich die Kartoffeln zum Ende der Wachstumsperiode nicht mehr voll entfalten konnten, da ihnen das oberirdische Kraut fehlte.

Hier die Sorte „Oxhella“ – diese sind die größten unter unseren Möhrensorten (Foto: SoLaWi Dahlum)

Pastinaken und Möhren werden nicht in einer großen Aktion, sondern nach und nach aus der Erde geholt. Die Möhren sind in diesem Jahr riesig geworden.

In den Gewächshäusern wurden die frei gewordenen Flächen mit Lauchzwiebeln und Asiasalaten bepflanzt und Radieschen wurden gesät.

Die Tomaten sehen schon etwas trostlos aus, aber für diese Jahreszeit stehen sie noch sehr gut da. Bis Mitte Oktober kann noch geerntet werden.
Auch die Auberginen sind noch im Gewächshaus. Allerdings bleiben die Früchte klein und wachsen nicht mehr wesentlich weiter.

Ingwer im Gewächshaus (Foto: SoLaWi Dahlum)

Ein Highlight ist unser gelungener Versuch mit dem Anbau von Ingwer: Er ist richtig gut gewachsen und die schon geerntete Probeknolle ist groß und einwandfrei. Da wird es sicherlich für jeden Anteil eine geben.

Die Market-Garden-Beete sind noch zum größten Teil belegt. Die freien Beete wurden mit einer Gründüngung für den Winter eingesät, damit sie nicht schutzlos daliegen.

Auf dem Acker bei Wobeck wird der Herbst-/Winterkohl nach und nach geerntet. Einige Köpfe sind aufgeplatzt und müssen schnell verarbeitet werden. Da der Kohl in diesem Jahr so riesig geworden ist, wölbt sich das Insektenschutznetz stark und hat so doch den einen oder anderen Kohlweißling hereingelassen.

Neben dem Sellerie steht schon das Vielfachgerät für den Pferdezug bereit – bald kann die Pferdearbeit wieder beginnen (Foto: SoLaWi Dahlum)

Im August stand ein Besuch auf dem Fjordpferdehof in Bad Fallingbostel an, wo eine Stute namens Lone als zukünftige Teampartnerin für Loni in Frage kam. Anfang September wurde Loni zum Hof gebracht, um zusammen mit ihrer neuen Gefährtin die Ackerarbeit und das Kutschefahren zu üben, so dass sich alles wieder festigt und die beiden ein Team werden. Mitte September besuchte Lea die beiden für 3 Tage und ließ sich dabei noch einmal professionelle Hilfe geben.

Lea mit Loni auf dem Acker (Foto: SoLaWi Dahlum)

Das gleichzeitige Lenken von Grubber und Pferd auf dem Feld ist zum Beispiel etwas, das gar nicht so einfach zu bewältigen ist und viel Übung braucht. Anfang Oktober ziehen Lone und Loni dann gemeinsam in Groß Dahlum ein.

Anfang September konnten wir zum Glück noch die Kleegrasheulage pressen, die wir als eiweißreiches Winterfutter für die Mutterschafe dringend benötigen. Zum Ende der Trächtigkeit und Anfang der Lammzeit brauchen sie wesentlich mehr Energie. Leider war kein neuer Coburger-Fuchs-Zuchtbock zu bekommen, deshalb wird nun Texel-Schaf mit eingekreuzt.

Unser neuer Zuchtbock hat einen Gurt mit einem Stempel um, so dass wir registrieren können, wann welches Schaf gedeckt wurde, um das ungefähre Geburtsdatum zu errechnen (Foto: SoLaWi Dahlum)

Die Schweine sind gut gewachsen und fühlen sich wohl. Im großen Wäldchen fallen nun Äpfel, Walnüsse und auch bald die Eicheln herunter, die ein ganz besonderer Gaumenschmaus für sie sind. Auch in der Fleischqualität werden sich die viele Bewegung und das für heutige Schweinemast außergewöhnliche Futter bemerkbar machen. Zusätzlich zu dem Getreideschrot am Morgen bekommen sie auch noch gedämpfte Kartoffeln (der Ausschuss vom Roden).

Die mobile Saftpresse bei der Arbeit (Foto: SoLaWi Dahlum)

Die letzte große Aktion im September war das alljährliche Apfelsammeln mit anschließendem Mosten mit einer Mobilpresse vor Ort in Groß Dahlum. Die Äpfel von den Feldwegen wurden von den Bäumen auf darunterliegende Planen geschüttelt und anschließend eingesammelt und in Säcke gefüllt.
Auf dem Hof wurden diese dann direkt im Anschluss zu Apfelsaft weiterverarbeitet.