Unsere Solawi im Oktober

Der Oktober –  wie auch schon der Vormonat – war durch die Ernte des Lagergemüses geprägt.

Das Kürbislager befindet sich im warmen Heizungsraum, Rote Bete in einer Sandmiete im Keller. Die Lagerkapazitäten sind schon fast am Limit – und die Möhrenernte steht noch bevor!

Deshalb wird schon ein  Scheunenbau geplant, mit dem ein größeres Gemüselager entstehen soll. Dann sollte auch einer ganzjährigen Lieferung nichts mehr im Wege stehen.

Die Kohlernte war so erfolgreich, dass zum Ende hin sogar die Kisten ausgingen … obwohl vor gut einem Monat neue bestellt wurden! Daran ist zu sehen, dass die Mulchpflanzung sehr gut funktioniert. Die Anbaufläche ist gegenüber den Vorjahren gleich geblieben, aber der Ertrag hat sich gesteigert! Das ist im Wesentlichen auf die gute Wasserhaltefähigkeit des Bodens durch den Mulch zurückzuführen. Dieses Anbausystem werden wir auf jeden Fall weiterhin verfolgen!

Bei den Tieren ist nun die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen: Es ist Schlachtzeit!

Damit am Schlachttag alles ruhig abläuft und nirgends Panik ausbricht, wird das Einsteigen der Schweine in den Anhänger 2 Wochen zuvor täglich geübt. Die Tiere sollen freiwillig und ohne Stress transportiert werden. Zur Schlachterei sind es dann nur ca. 35 Min. Autofahrt.
Mit gedämpften (aussortierten) Kartoffeln oder Nüssen von der Schweinefläche kann man sie gut in den Anhänger locken, sie gehen dann im völligen Vertrauen und aus Neugier hinein.
Auch an den beiden Schlachttagen hat alles gut funktioniert und die Schweine konnten bis zum Ende stressfrei leben!

Die Mutterschafe sind nun alle gedeckt  und der Bock ist wieder aus der Herde genommen. Somit sind die beiden Herden wieder vereint und die kleinen Böcke mit dem großen Bock zusammen.

Foto: Lea Nagel

Ein paar junge Lämmer sind noch in der großen Herde dabei. Hier wird es dann schon im nächsten Frühjahr Lammfleisch geben.

Im kleinen Gewächshaus in der Südstraße wachsen Feldsalat und Radieschen. Die Gewächshäuser auf dem Acker sind mit Feldsalat und anderen Salaten bepflanzt.

Gewächshaus mit Salaten und Lauchzwiebeln
Gewächshaus mit Salaten und Lauchzwiebeln im Anbau. Der Radicchio im Vordergrund und der kleine Mangold ist für das Frühjahr bestimmt. (Foto: Lea Nagel)

Im großen Gewächshaus wächst nun kaum etwas, da es für die Pflanzungen im Februar freigehalten wird. Nur Endivie, Petersilie und Winterkresse sind hier schon für die kommende Saison gepflanzt.
Alle Hauptkulturen wurden nun aus den Gewächshäusern geräumt.

Kompostmieten
Kompostmieten im Herbstlaub. (Foto: Lea Nagel)

Wir düngen nur mit Kompost und Schafwolle – somit haben wir einen geschlossenen Kreislauf und sind nicht auf  Fremddünger bzw. industriell hergestellte Düngemittel angewiesen.
Im Oktober wurde der Kompost umgesetzt und durchmischt,
das fördert den Reifeprozess. Im Frühjahr wird der fertige Kompost
auf die Felder und in die Gewächshäuser ausgebracht.

 

Die weiteren Felder sind schon leer – auf den restlichen Grünflächen dürfen die beiden Pferde immer mal wieder weiden. Die beiden freuen sich sicherlich schon auf das Frühjahr, wenn mit der Pferdearbeit begonnen werden kann.

Pferde grasen am Feldrand
Acker mit Arbeitspferden. (Foto: Lea Nagel)

Im Oktober hat ein Mitglied aus dem Stadtgarten Bebelhof einige Krautpartys angeboten. An einem dieser Tage waren Lea und Uwe auch beim Sauerkrautherstellen dabei.

Einmachgläser mit Inhalt auf Arbeitstisch vor dem Lieferfahrzeug
Ergebnis der Krautparty. (Foto: Lea Nagel)

Im November wird in der Braunschweiger Zeitung (gesamtes Verbreitungsgebiet) ein Zeitungsartikel über unsere Solawi und die beginnende Pferdearbeit erscheinen.