Unsere SoLaWi im November

Es ist herbstlich geworden, der erste Frost hat sich eingestellt. Jetzt ist es Zeit,  alle Wasserleitungen auf dem Feld, Beregnungsanlagen in den Gewächshäusern und die Sprengertrommeln zu leeren und winterfest zu machen, damit keine Frostschäden entstehen. Hierbei werden zwei Kompressoren und ein Notstromaggregat eingesetzt.

Foto: Lea Nagel
Foto: Lea Nagel

Der erste Rosenkohl wurde geerntet. Damit es auf dem Feld nicht allzu mühsam ist, wird er mit Strunk ausgeliefert. So kann jeder in der Abholstation oder zu Hause seine Portion selber ganz frisch vom Stiel herunterschneiden oder -brechen. Die meisten Pflanzen sind recht schön geworden – die kleinen werden aber natürlich auch mit verteilt.

Grünkohl gibt es in diesem Jahr reichlich. Die Pflanzung in Mulch hat sich gelohnt!

Auf dem Acker, wo in diesem Jahr die Kartoffeln standen, keimt nun gut die Kleegrasmischung. Im Frühjahr ziehen hier die neuen Hühner ein; die jetzigen werden Mitte Dezember geschlachtet.

Als neues Projekt steht der Bau eines Geräteunterstands vor den Gewächshäusern an, da die Unterstellmöglichkeiten für Geräte immer noch zu knapp bemessen sind. Die Fundamente wurden schon gesetzt.

Loni und Gismo haben auf jeden Fall Freude an der Arbeit – bis zum Frühjahr sind sie sicherlich auch für anspruchsvollere Aufgaben einsetzbar.  (Foto: Lea Nagel)

Vom Züchter der beiden Arbeitspferde haben wir endlich das zweite Arbeitsgeschirr bekommen und das vorhandene umgebaut. Dies sind leichte, pflegeleichte, im Verhältnis günstige und äußerst robuste Brustblattgeschirre. Es macht Spaß, damit zu arbeiten, da sie einfach in der Handhabung und durch das Hohlgeflecht schnell anzupassen sind. Der Züchter gab auch nochmal Hilfestellung für die Arbeit mit den Pferden auf dem Feld. Mit einem alten Pferdegrubber wurde ein Teil des ersten Ackerstücks bearbeitet. Über den Winter wird dies das Übungsfeld sein, denn die Zusammenarbeit von Mensch und Pferd muss sich erst einmal einspielen. Im kommenden Jahr soll das erste Ackerstück nur mit Pferdekraft beackert werden. Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

Foto: Lea Nagel

In den Gewächshäusern ist nichts mehr los. Die restlichen Salate wurden abgeerntet und jetzt steht es leer. Aber nicht mehr lange: In drei Wochen ziehen hier die Mutterschafe ein, um ab Ende Januar ihre Lämmer zu bekommen. Das Stroh aus den Gewächshäusern liegt nun als Abdeckung auf allen freien Market-Garden-Beeten.

Die Schafherde bekommt einen neuen Bock! Umut ist ebenfalls ein Coburger Fuchs wie unser „Sir Barneby“, von dem wie uns nun leider aufgrund seines Alters trennen mussten. Im kommenden Jahr darf Umut zu den Mädels zum Decken – so lange läuft er noch mit den „Sommerböcken“ zusammen. Die Mutterschafe weiden gerade auf einer großen Wiese von unserem Verpächter aus Wobeck.

Unser neuer Coburger-Fuchs-Bock Umut. (Foto: Lea Nagel)

Ein Jahr geht zu Ende und das nächste wird vorbereitet. Viele Kooperationsvereinbarungen für 2021 sind schon unterschrieben. Bis Weihnachten sollten die restlichen eingegangen sein, ab Januar werden die noch freien Anteile vergeben. So können alle entspannt ins neue SoLaWi-Jahr starten.