Unsere SoLaWi im Mai

Die neu angelegten Market-Garden-Beete stehen gut da; aus dem Kräuterbeet können wir nun schon anfangen zu ernten.

Unsere „gute alte“ Handsämaschine (Foto: Lea Nagel)

Auf den Ackerflächen wird gesät, gepflanzt und der alltäglichen Arbeit nachgegangen: hacken, hacken, hacken …

Auf einem Ackerstück wurde Mulchmaterial für die große Kohlpflanzung ausgebracht. Hier pflanzen wir die Hälfte des Winterkohls per Hand in eine dicke Mulchschicht. Das erspart uns das Hacken und auch der Boden wird nicht so schnell austrocknen. Allerdings ist es sehr mühsam alles per Hand zu pflanzen …

Bei den Kartoffeln sind glücklicherweise noch keine Kartoffelkäfer zu sehen; wir hoffen, diesmal von einer allzu großen Plage verschont zu bleiben. Zwischen jedem Sortenwechsel haben wir eine Spur Blühmischung ausgesät, um bei der Ernte die Sorten besser trennen zu können.

Vor der Ausbringung der Nützlinge behandelten wir diese mit „Neudosan“ und „Spruzit“ (im biologischen Landbau zugelassen) (Foto: Mirijam Seng)

In den Gewächshäusern sind in diesem Jahr besonders die Paprikapflanzen sehr von Blattläusen aller Art befallen. Wir haben schon dreimal Nützlinge eingesetzt, und trotzdem werden wir der Lage nicht Herr. Wir hoffen sehr, die Pflanzen noch retten zu können. Auch im Freiland ist der Blattlausdruck hoch. Es entsteht der Eindruck, dass das Ökosystem im Allgemeinen etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, denn auch andere Bauern klagen über immer höheren Schädlingsbefall aller Art. Mit unserer Anbauweise tragen wir hoffentlich zur Erhaltung und Erschaffung von Lebensräumen für die Nützlinge bei. Solange nicht genügend davon vor Ort sind, helfen wir mit Florfliegenlarven, Marienkäferlarven, Schlupfwesen, Raubmilben und Gallmücken nach. Allerdings hat sich hier der Einsatz in jedem Jahr fast verdoppelt …

Im Mai sind auch die Bienen sehr aktiv und es gibt hier viel zu tun: Ableger bilden, Honigräume kontrollieren, ggf. Schwärme einfangen, Honig ernten, schleudern und abfüllen.

Uwe bringt einen Schwarm in den Bienenkasten (Foto: Lea Nagel)

Die Schweine sind eingezogen. Die sieben kleinen Ferkel haben einen kleinen Wald mit etwas Wiese zur Verfügung, wo sie den ganzen Tag ungestört herumtoben und frisches Grün oder andere Leckereien aus dem Wald fressen können.

Unsere Loni hat einen Kumpel bekommen: Gismo, 9 Jahre alt. Der neue Wallach ist äußerst feinfühlig und absolviert seine Arbeit sehr präzise. Gleich nach seiner Ankunft wurde angespannt und das Vielfachgerät ausprobiert. Es steckt sehr viel Wissen und Erfahrung in dieser Arbeit; in den kommenden Monaten wollen wir uns dieses aneignen und werden dabei dankenswerterweise von einem anderen Betrieb unterstützt.

 

Und hier noch ein kleiner Gruß von Ivo, der gerne leere Kisten mit seinem Bobbycar durch die Gegend fährt und „Gemüse-Ausliefern“ spielt  (Foto: Lea Nagel)