Unsere SoLaWi im Februar

Der Februar begann mit Schnee … sehr viel Schnee. Es war so viel, dass wir 3 Tage lang 3-mal täglich Schnee geschaufelt haben, um die Gewächshäuser vor Schaden zu bewahren. Sogar mit dem Trecker mussten wir zwischen den Gewächshäusern den Schnee mit dem Frontlader beseitigen, da die Last an den Seiten sonst zu hoch geworden wäre.

Auch von innen mussten regelmäßig die Folien von der Schneelast befreit werden. (Foto: Lea Nagel)
Als der Schneefall eine Pause machte, trockneten die Pferde ab und nahmen ein Sonnenbad im Schnee. (Foto: Lea Nagel)

In den ersten Schneetagen waren die Pferde eingeschneit und in ihrem Fell wuchsen Eiszapfen – beim Laufen hat man diese tatsächlich läuten gehört. Bevor der große Schnee kam, haben wir Loni und Gismo von den Hufeisen befreit, da sie sich sonst mit dem Schnee aufstollen und akute Gefahr beim Laufen entsteht.

Foto: Lea Nagel

Wenige Tage später schmolzen alle Schneeberge und der Frühling zog mit einem Temperatursprung von knapp 40°C ein (von -20° C auf + 20° C). Das freute die Bienen, die die ersten Frühjahrsblüher umsummten.

 

Im Schnee ließ sich die große lange Hecke gut mit Hilfe des Treckers schneiden. Nur für die Feldvorbereitung (Pflügen) war es zu viel Schnee, so dass wir nun etwas Sorge haben, ob wir damit rechtzeitig für die ersten Pflanzungen fertig werden. Einige Felder müssen noch die Grünmasse umsetzen, so dass z.B. im April Kartoffeln gelegt werden können.

Dank des plötzlichen Frühlings waren aber nun doch wie geplant die ersten Pflanzungen und Saat im Gewächshaus möglich. Hier wachsen nun Blumenkohl, Lauchzwiebeln und Salat. Der Mangold und der Radicchio haben die tiefen Temperaturen gut überstanden. Einem normalen Start der Lieferungen Anfang April sollte also nichts im Wege stehen.

Auch mit den Pferden konnten die ersten Übungen mit Grubber und Egge auf dem Feld gemacht werden. Für den Traktoreinsatz wäre es noch zu nass gewesen – mit dem Pferd kann man früher die Felder bearbeiten, da dabei der Boden nicht verdichtet wird.

Foto: Lea Nagel

Das schönste Thema im Februar ist die Lammzeit! Es wurden schon 16 Lämmer von 9 Schafen geboren. Bis auf 2 Lämmer, die es leider nicht geschafft haben, ist alles gut verlaufen. Wir sind insgesamt mehr als zufrieden. Es wurden überwiegend Böcke geboren (12 von 16 Lämmern). Ein paar Zippen wollen wir zur Nachzucht behalten; da wir einen neuen Zuchtbock haben, besteht keine Gefahr der Inzucht mehr.

Der „Lämmergarten“ ist eröffnet: Dort können durch einen kleinen Schlupf nur die Lämmer hinein und haben Ruhe vor den Müttern. (Foto: Lea Nagel)

Nun ist es auch bei den Schafen sehr warm im Gewächshaus. Vorbei ist die Zeit, wo wir uns hier Nächte bei -17°C um die Ohren schlagen mussten und den Tag damit verbracht haben, Trinkwasser zu den Schafen zu schleppen und am Einfrieren zu hindern … Jetzt muss nur noch 1 Schaf ablammen – dann ist es geschafft!

 

Während es die „Damen“ im Gewächshaus kuschlig warm haben, verbringt die Bockgruppe den Winter auf der „Westernwiese“.

Umut mit den Böcken, die außerplanmäßig im Sommer geboren wurden. (Foto: Lea Nagel)

Die Böcke (außer unserem Zuchtbock „Umut“) werden Mitte Mai geschlachtet. Es wird also schon Ende Mai das erste Lammfleisch geben.