Unsere SoLaWi im April

 

Foto: SoLaWi Dahlum

Wie Anfang April vorgesehen, konnten wir jetzt die Tomaten in das Gewächshaus pflanzen. Wir hatten große Befürchtungen, dass der Frost nachts in den warmen Folientunnel eindringen könnte. Es ist jedoch alles gut gegangen und endlich haben die Tomaten Fuß gefasst und beginnen weiter zu wachsen.

In den anderen Gewächshäusern grünt es nun richtig los: Asia-Salate, Radieschen, Rettich, Mangold, Rucola, Stielmus und Kresse konnten schon reichlich geerntet werden, ebenso wie Salate, Feldsalat, Petersilie und Winterkresse. In einem Gewächshaus warten die nächsten Kulturen auf die Ernte (Lauchzwiebeln, Fenchel, Blumenkohl), bevor hier dann später Gurken, Auberginen und ein paar Paprika wachsen werden. Im kleinen Gewächshaus in der Südstraße wurden in diesem Jahr Paprika und Peperoni gepflanzt. Tröpfchenschläuche versorgen diese mit Wasser.

Diese kleine Aussaatplatte wird im Herbst den gesamten Weißkohl hervorbringen (Foto: SoLaWi Dahlum)

In der Jahreszeit der Jungpflanzenanzucht macht diese einen Großteil der momentanen Arbeit aus, da wir alles selber vorziehen. Dafür können wir die Sorten und das Saatgut explizit auswählen und selber bestimmen. Es kommt nur samenfeste Saat in die Erde!

 

Der Wintergarten wird nun für die von den Mitgliedern vorbestellten Jungpflanzen genutzt (Foto: SoLaWi Dahlum)

Mit etwas Verzögerung durch das kalte Wetter konnten auch endlich die Zwiebeln gepflanzt werden. Diese wurden in kleine Quick-Pot-Topfplatten gesät und insgesamt 60 Topfplatten wurden auf dem Acker an der Lahbeeke gepflanzt. Dazu wird eine Pflanzmaschine eingesetzt.

Die kleinen Pflanzen werden kopfüber auf Greifer, die an einer Scheibe befestigt sind, gelegt (Foto: SoLaWi Dahlum)

 

Die Scheiben befördern die Pflanzballen nach unten, wo ein Schar eine kleine Furche zieht. Mit den Rädern werden diese angedrückt und anschließend mit den Zustreichern zusätzlich mit etwas Erde bedeckt (Foto: SoLaWi Dahlum)

Auf dem Feld bei Wobeck wurden Kartoffeln gelegt. Dies dauerte einen ganzen langen Tag. Jede Kartoffel ging durch eine Hand.

Kartoffeln seten
Foto: SoLaWi Dahlum

Mit den Market-Garden-Beeten hatten wir in diesem Frühjahr leider etwas Pech. Die Wege wurden zuvor mit Hackschnitzeln gemulcht und die Beete wegen der Kälte komplett mit Vlies abgedeckt. Der ständige Wind und Regen Anfang des Monats trieb die Hackschnitzel unter das Vlies auf die Beete und verursachte großes Chaos. Der Großteil der Pflänzchen konnte aber unter mühsamer Handarbeit gerettet werden. Die Vliese wurden nun heruntergenommen und bei den Kohlkulturen durch Netze ersetzt.

Neben der Trauer um „Umut“ gab es auch solche schönen Momente: Unsere Mutterschafherde läuft zusammen mit Uwe zu einer neuen Fläche mehrere hundert Meter weit (Foto: SoLaWi Dahlum)

Von unserem neuen Schafzuchtbock „Umut“ mussten wir uns leider wieder verabschieden. Er hatte starke Probleme mit der Lunge, so dass eine Genesung hoffnungslos erschien. Deshalb entschieden wir uns dafür, ihn von seinem Leid zu befreien und ließen ihn einschläfern. Zur Schlachtung wäre es nicht mehr gekommen, da schon zu viele Medikamente verabreicht wurden. Nun weiden die anderen Böcke (Nachzucht aus dem letzten Sommer) noch bis Mitte Mai auf einer uns überlassenen Pferdeweide zwischen Schöppenstedt und Eitzum, und bis September muss ein neuer Zuchtbock gefunden werden.

Gut angekommen weiden die Schafe nun auf einem Gewässerschutzstreifen unseres Verpächters aus Wobeck nahe unserer anderen Flächen (Foto; SoLaWi Dahlum)

Die Pferde hatten bis auf etwas Arbeit mit der Netzegge im April weniger zu tun, da die Feldvorbereitung weitestgehend abgeschlossen ist. Nun werden die beiden „angeweidet“, was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Loni hatte sich beim ersten kurzen Weiden auf frischem Grün überfressen und eine Kolik bekommen. Zum Glück wurde es schnell bemerkt und der Tierarzt war rechtzeitig zur Stelle. Dieser gab ihr Schmerzmittel und Krampflöser, so waren die Bauchschmerzen genauso schnell weg, wie sie gekommen sind. Die Erleichterung war sehr groß.