Das Projekt

Über die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi oder CSA)
Die Grundidee der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi oder CSA = community-supported agriculture) ist die der geteilten Verantwortung von Lebensmittelproduzenten und –konsumenten: der Hof ernährt neben der Landwirtsfamilie noch eine bestimmte Anzahl Menschen.
Alle legen gemeinsam die gewünschte Bewirtschaftsform und die zu erzeugenden Produkte fest. Die voraussichtlichen Kosten für das kommende Betriebsjahr einschließlich Löhne und Sozialversicherung für die „aktiven Landwirte“ und Rücklagen für Investitionen werden vorab geschätzt und zwischen allen Mitgliedern aufgeteilt, die dafür die Abnahme der Ernte garantieren. So wird das Risiko auf viele Schultern verteilt. Dafür bekommen alle neben ihrem Anteil an der Ernte eine direkte und lebendige Beziehung zu den Grundlagen ihrer Lebensmittel.
Die Landwirte sind dadurch von ökonomischen Zwängen wie z.B. Überschussproduktion oder Spezialisierung auf entweder Ackerbau oder Intensiv-Viehhaltung befreit. Sie sind nicht mehr abhängig vom Preisdiktat des Handels. Da die Ernte garantiert abgenommen wird, muss z.B. keine Zeit in Werbung investiert werden. Deshalb können nach den gemeinsamen Vorstellungen etwa alte Haustierrassen erhalten oder auf dem Hof Biotop-Pflege betrieben werden, wofür sonst meist keine Ressourcen vorhanden sind.
Weitere Informationen über die Solidarische Landwirtschaft findet ihr im Bericht über die Auftaktveranstaltung der SoLaWi Dahlum am 07. September 2012.

SoLaWi im Braunschweiger Land
Seit Januar 2013 wird der demeter-Gemüsebaubetrieb von Lea Nagel als Teil eines SoLaWi-Projektes (SoLaWi Dahlum) betrieben. In mehreren Info-Veranstaltungen und Planungstreffen wurde seit September 2012 ein Konzept für die SoLaWi erarbeitet.

Ziele und Inhalte der SoLaWi-Dahlum, Stand Juni 2017

  • Bis zu 120 Anteile können gezeichnet werden. Derzeit (Erntesaison 2017) sind alle Anteile vergeben. Gerne vermerken wir Interessenten auf der Warteliste!
  • Die Ernteanteile werden 1x pro Woche von April bis Dezember (abhängig von der Witterung) bereitgestellt. Die Eier in Abhängigkeit von der Legeleistung der Hühner. Hier findet Ihr Fotos & Inhaltsangaben von allen Ernteanteilen des Erntejahres 2016!
  • Die Verteilung des Gemüses und der Eier in den Verteilstationen erfolgt in Eigenverantwortung und gegenseitiger Rücksichtnahme der Mitglieder.
  • Für diejenigen mit weiteren Anfahrtswegen gibt es mittlerweile außer in Groß-Dahlum externe Abholstationen: in Braunschweig-Siegfriedviertel, -Südstadt, -Lehndorf, und Kälberwiese, Adenbüttel, Wolfenbüttel-Salzdahlum und Wolfenbüttel-Denkte. Die Belieferung der Abholstationen wird vom Hof aus durchgeführt. Die Aufteilung der Ernteanteile auf die Mitglieder wird von den dortigen Gruppen eigenverantwortlich organisiert.
  • Dienstags wird für die Verteilstationen Denkte, Salzdahlum und Braunschweig-Süd  geerntet, donnerstags für die Verteilstationen Adenbüttel, Braunschweig-Siegfriedviertel, -Lehndorf und -Kälberwiese. In Groß Dahlum werden am Freitag nachmittag die Anteile bereitgestellt.
  • Es wird kein fester Betrag für einen Anteil festgelegt – lediglich ein Richtwert zur Orientierung wird angegeben, um die betrieblichen Kosten zu decken.
    Für den Jahresbeitrag 2017 wird zur Orientierung ein Richtwert, sowie ein oberer und ein unterer solidarischer Preis pro Anteil angegeben. Jeder legt nach eigenen finanziellen Möglichkeiten seinen Beitrag fest, und zwar gilt
    für die Saison 2017 ein Richtwert von 1.150 € pro Anteil
    ein unterer solidarischer Preis von 950 € pro Anteil
    ein oberer solidarischer Preis von 1.250 € pro Anteil (oder gerne mehr)
    Solidarität wird damit nicht nur mit den Menschen auf dem Hof, sondern auch unter den Mitgliedern praktiziert.
    Der Beitrag kann jährlich, 1/2 jährlich, 1/4 jährlich oder monatlich gezahlt werden, entsprechend der eigenen Wahl in der Kooperationsvereinbarung.
  • Die Bewirtschaftung der Ackerflächen und die Legehennenhaltung erfolgt unter Demeter-Richtlinien und wird dementsprechend zertifiziert und durch Grünstempel – Ökoprüfstelle e.V. (DE–ÖKO–021) kontrolliert.
  • Ernteausfälle einzelner Kulturen aufgrund von Witterungsverhältnissen sind möglich.
  • Die Selbsternte auf dem Acker und in den Gewächshäusern (z.B. Beeren, Buschbohnen, Pflaumen, Mirabellen, Kirschen) ist nach Absprache mit Lea möglich. Wann welche Kulturen geerntet werden können, wird von Lea per Mail bekanntgegeben
  • Treffen der Mitglieder werden nach Bedarf organisiert.
  • Gemeinsame Aktionen auf dem Hof bzw. den Ackerflächen (Sommerfest, Jäte- und Ernteaktionen, Zaunbau…) finden nach Absprache statt.
  • Das Konzept der SoLaWi-Dahlum ist nicht gewinnorientiert, sondern dient als Erhaltung und Ausbau des Hoforganismus.

Interessierte, die sich am Projekt beteiligen möchten, finden unter Mitmachen! weitere Infos.