Ysop (Echter)

Echter_Ysop

Der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) sieht dem Berg-Bohnenkraut entfernt ähnlich, hat aber viel weichere Blätter, die nicht spitz, sondern eher stumpf enden. Außerdem hat er rötliche Stängel und einen ganz eigenen, charakteristischen Geruch und Geschmack, der entfernt an Thymian und Salbei erinnern soll. Er enthält ätherische Öle und Bitterstoffe. Der Ysop-Halbstrauch blüht in meist blauen Ähren (es gibt auch rosafarbene und weiße Sorten), die gerne von Insekten besucht werden. Geerntet werden können die jungen unverholzten Triebe.

Junge Ysop-Blätter und -stängel werden kleingehackt in Salate, Gemüse, Fleischgerichte oder Soßen gegeben. Wichtig ist, dass der Ysop nie mitgekocht wird, da beim Erhitzen die Aromen nahezu vollständig verdampfen. Es empfiehlt sich, ihn erst nach dem Kochen zuzugeben und für kurze Zeit einziehen zu lassen. Im Salat sollte der Ysop aufgrund seiner starken Würzkraft sparsam verwendet werden. 2 Stängel pro Schüssel Salat, zusammen mit ein paar anderen Kräutern, war uns aber nicht zuviel.

!Schwangere Frauen, Kleinkinder und Epileptiker sollten jedoch auf Ysop verzichten, da er in hohen Dosen, durch den enthaltenden Stoff Campher, krampffördernd ist!

Tee aus Ysopblättern soll schleimlösend und verdauungsfördernd wirken, gleichzeitig den Magen beruhigen. Ysop sollte nur frisch zubereitet oder eingefroren werden, da er beim Trocknen sehr an Aroma einbüßt.

Übrigens: das „Bittere Kraut Ysop“, das in der Bibel erwähnt wird, ist eine andere Art, die aber zur selben Pflanzenfamilie der Lippenblütler gehört.