Postelein

Das gewöhnliche Tellerkraut, auch Kuba-Spinat, Winterportulak oder Postelein (Montia perfoliata) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Montiaceae. Die Art ist ursprünglich im Westen Nordamerikas (Kalifornien) beheimatet. Sie wird erst seit wenigen Jahren in Mitteleuropa angebaut. Postelein ist winterhart und wird darum auch als Wintergemüse verwendet. Im Garten sät sich Postelein gern selbst aus und verwildert als Frühlingsbote an feuchten, schattigen Orten unter Gebüschen (z.B. am Braunschweiger Dowesee).
Die Artbezeichnung perfoliata (= mit durchgewachsenen Blättern) und die deutsche Bezeichnung Tellerkraut beziehen sich auf die Hochblätter der Pflanze, die den Stängel flächig umschließen. Die Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen, aber wenig von dem unerwünschten Nitrat, das bei anderen Salatpflanzen oft ein Problem ist.
Posteleingross Posteleinklein
An Postelein sind alle oberirdischen Pflanzenteile genießbar: Blätter, Stiele und Blüten. Die Stiele können durchgeschnitten werden, damit sie im Salat leichter zu essen sind. Die dickfleischigen und saftigen Blätter erinnern geschmacklich etwas an Spinat, enthalten aber keine Oxalsäure.
Als Rohkost ideal sind junge Blätter, Stängel, Knospen und Blüten, wenn vorhanden. Alles zusammen kann man als Salat mit hart gekochten Eierhälften sowie Essig und Öl anrichten. Hier ist ein Rezept mit etwas mehr Zutaten.
Blätter und Stängel älterer Pflanzen kann man auch ein paar Minuten in wenig Wasser dünsten, bis sie zart werden, die gut gewaschenen Wurzeln ebenso kurz. Mit Butter und wenig Würze entwickelt sich ein Geschmack ähnlich Wasserkastanien.
Zur Lagerung legt man die  Blätter locker in eine mit einem feuchten Tuch abgedeckte Schüssel, so bleiben sie im Kühlschrank maximal sechs bis acht Tage haltbar.