Hirschhorn-Wegerich

Hirschhornwegerich500Der Hirschhorn-Wegerich wird auch Krähenfuß-Wegerich (Plantago coronopus), Schlitz-
Wegerich, Kapuzinerbart oder Ziegenbart genannt. Er gehört zur Familie der
Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist ein- oder mehrjährig. Die Pflanze bildet eine
Pfahlwurzel aus, mit der sie den Winter überdauern kann. Der Hirschhorn-Wegerich ist
eine 5 – 25 cm große Pflanze, deren Laubblätter in einer grundständigen Rosette stehen
und die einen langen blätterlosen, blütentragenden Stängel ausbildet.
Die Pflanze kommt nicht nur in Nähe der Küsten Europas vor, sondern ist auch in den
temperierten Breiten West-Asiens verbreitet. Die zwischen Juni und September blühende
Pflanze wächst an feuchten oder wechselfeuchten, gestörten und oft trittbeeinflussten
Salzstellen. An der Küste ist sie häufig auf Salzwiesen zu finden.
Im Aussehen ist der Hirschhorn-Wegerich dem Rucola  ähnlich. Im Geschmack ist er
jedoch deutlich milder und leicht nussig. Nur die etwas größeren älteren Blätter können
leicht bitter werden. Hirschhorn-Wegerich enthält reichlich Vitamin A, Vitamin C und
diverse Mineralsalze.
Der Hirschhorn-Wegerich wurde in der Vergangenheit oft als Gemüse genutzt. Der Arzt
und Botaniker Hieronymus Bock führt ihn in seinem Kräuterbuch von 1546 als „Kräen-
oder Rappenfüßlein“ auf und empfiehlt ihn als Heilkraut bei Nieren- und
Blasenbeschwerden.
Der Hirschhorn-Wegerich ist die Wiederentdeckung eines Krautes, mit dem schon die
Römer kochten. Die Pflanze kann roh oder gekocht gegessen werden. Auch die
Blütenknospen kann man dabei bedenkenlos verwenden. Besonders die jungen Blätter
eignen sich hervorragend als Salat, entweder solo oder gemischt mit anderen Blattsalaten oder mit Cocktailtomaten. Auch als Suppen-Einlage eignet er sich gut.
Ältere Blätter können in Olivenöl oder Butter leicht angedünstet auch als Gemüsefüllung
für Pfannkuchen, Blätterteigtaschen oder eine würzige Gemüsetarte verwendet werden.