Rund um den Kürbis

Im Moment ist Kürbiszeit und nicht jeder kennt jeden Kürbis und seine Eigenarten. Deshalb hier eine kurze Übersicht über die verschiedenen Kürbisarten und was man über sie wissen sollte.
Kürbisse 1024

Sorten: Gattung Cucurbita mit 27 Arten
Merkmale: Streifen, Flecken, netzartige Muster, glatt oder warzig

Riesen-, Speise- oder Winterkürbisse (u.a. Gelber und Roter Zentner) erkennt man an der dicken Schale, die meist nicht essbar ist. Winterkürbisse werden im Herbst geerntet und entfalten erst bei voller Reife ihr Aroma, Fruchtfleisch eher mehlig.
Ausnahme: der amerikanische Halloween-Kürbis (Gartenkürbis) ist durch seine harte, nicht genießbare Schale über Monate lagerfähig, aber meist nicht besonders schmackhaft

Garten- Sommer- oder Ölkürbisse werden in der Regel unreif in der Mitte des Jahres geerntet und besitzen eine weiche essbare Schale, Fruchtfleisch weniger mehlig

Arten:2015-09-30_Hokkaido 1024

Hokkaido: essbare Schale, kastanienartiger Geschmack

Türken-Turban: festes, eher trockenes Fleisch

Moschus- oder Bisamkürbisse: Fruchtfleisch intensiv orangerot gefärbt, duftet nach Moschus.
Form variabel von flachrund bis glockenförmig, hantel- und schlangenartig. Schale grün, braun, braungelb oder lachsrosa2015-09-30_Butternut 1024

Butternut: cremiges Fruchtfleisch, süßlich-aromatisch, nussiger Geschmack

 

Zucchini: fein-nussiges Aroma.2015-09-28_Ufo Kürbis 1024

Patisson („Ufo“) schmeckt jung geerntet ähnlich wie Artischocke, das zarte Fleisch ist nicht lange haltbar

Hellgrüner Spaghetti-Kürbis, Eichelkürbis, Steirische Ölkürbis werden ausgereift geerntet

Spaghettikuerbis_K MyMuskatkuerbis_K MyGelberZentner_K MySweetDumplingOfenkuerbis_K My

In der SoLaWi-Dahlum wurden 2015 folgende Arten angebaut:
– gelber Zentner
– Muskatkürbis
– Butternut-Kürbis
– Spaghetti-Kürbis
– sweet Dumpling (klein mit grünen Streifen = Ofenkürbis, kann man wunderbar füllen)
– Hokkaido (orange und grün)

Praxis-Tipps für den Kürbis

Erst klopfen: reife Früchte klingen leicht hohl

Wichtig:
Der Stiel sollte verholzt bzw. verkorkt sein, da sonst Fäulnisbakterien in den Kürbis gelangen können oder das Fruchtfleisch austrocknet.
Kleinere Exemplare bevorzugen, da das Fruchtfleisch fester ist, meist mehr Geschmack hat und weniger faserig ist. Sie dürfen keine Druckstellen aufweisen, da sie sonst schneller weich und damit faulig werden können; helle Stellen an der Auflagestelle sind normal.

Vorsicht: Nicht alle Kürbisse sind essbar. Auf Deklaration achten: Speisekürbis.
Zierkürbisse enthalten Bitterstoffe, die giftig sind. Vor der Zubereitung rohes Kürbisfleisch probieren. Schmeckt es bitter, muss alles weggeworfen werden.

Lagerung:
Sommerkürbisse inkl. Zucchini sind sehr empfindlich, im kühlen Keller bei 12-15° C luftig und trocken lagern, aber nicht unter 8° C. Im Kühlschrank im Kunststoffbeutel oder Gemüsefach halten sie ca. 1 Woche, angeschnittene Kürbisse verpackt 2 Tage.
Unbeschädigte Winterkürbisse mit Stiel, richtig ausgereift, halten monatelang.
Riesenkürbisse ca. 2 Wochen warm liegen lassen, damit die Schale aushärtet. Lässt sie sich mit dem Fingernagel nicht mehr einritzen, Früchte kühl und trocken lagern.
Luftig in Netzen aufgehängt, können Kürbisse ohne weiteres bis ins Frühjahr hinein aufbewahrt werden.

Einfrieren: in Scheiben schneiden, kurz blanchieren, ca 4 Monate haltbar.

Rezept: Gemüse, eingelegt

– ein Rezept aus China

(10 Portionen)

Zutaten:

  • 2 kg Gemüse (Rettich, Karotten, China- und Weißkohl, Sellerie, Paprika) –
  • 50 gr frischer Ingwer –
  • 250 gr Salz –
  • 150 gr Rohrzucker –
  • 8 St Sternanis –
  • 3 getrocknete Chilischoten –
  • 1 EL Pfefferkörner –
  • 50 cl Reisschnaps / Rum –
  • 2,5 Liter Wasser

 

Zubereitung: Das je nach Geschmack zusammengestellte Gemüse schälen und in breite Streifen schneiden. Gemüse vermischt in Gläser schichten. Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. 2,5 Liter Wasser in einem großen Topf erhitzen, Salz und Zucker beifügen, unter Rühren auflösen. Chilis, Pfefferkörner, Anis, Ingwerscheiben und Reisschnaps einrühren und alles aufkochen. Das Gemüse mit dem heißen Sud bedecken. Die Gläser fest verschließen und das eingelegte Gemüse einige Tage ziehen lassen.

Das Gemüse eignet sich als Vorspeise – oder Beilage zu (exotischen) Fleisch-Gerichten.